Für Mutter und Kind?
Bei der Anwendung von rezeptfreien Medikamenten bei Kindern ist zu bedenken, dass jüngere Kinder noch nicht in der Lage sind, Mundspüllösungen komplett auszuspucken und Lutschbonbons lange genug im Mund zu behalten.
Für Schwangere und Stillende sind einige Wirkstoffe in Zubereitungen gegen Mundgeruch nicht geeignet.
Für Schwangere und Stillende sind einige Wirkstoffe in Zubereitungen gegen Mundgeruch nicht geeignet.
Ursachen von Mundgeruch bei Kindern
Mundgeruch kann bei Kindern aus folgenden Gründen entstehen:
Bei Verdacht auf eine Infektion der Mundschleimhaut oder eine andere Erkrankung muss immer ein Kinderarzt konsultiert werden: eine Behandlung in Eigenregie ist nicht zu empfehlen.
- Entzündungen und Infektionen der Mundschleimhaut
- Durchbruch der Milchzähne, Zahnwechsel
- Erkrankungen im Bereich von Hals und Nasennebenhöhlen (z.B. Angina, Diphtherie)
- unerkannte Diabetes-Erkrankung (Geruch nach Nagellack-Entferner)
- zu geringe Trinkmenge
Bei Verdacht auf eine Infektion der Mundschleimhaut oder eine andere Erkrankung muss immer ein Kinderarzt konsultiert werden: eine Behandlung in Eigenregie ist nicht zu empfehlen.
Behandlung von Mundgeruch bei Kindern
Mundspüllösungen und Lutschtabletten sind für Kleinkinder nicht geeignet, da sie leicht verschluckt werden. Erst ab einem Alter von etwa 6 Jahren sind Kinder in der Lage, derartige Lösungen komplett auszuspucken und Lutschbonbons lange genug im Mund zu behalten.
Wenn bei Kindern rezeptfreie Medikamente (z.B. Lösungen mit Kamillenextrakt) gegen Entzündungen der Mundschleimhaut angewendet werden, sollten die betroffenen Stellen nur leicht betupft werden.
Wenn bei Säuglingen und Kleinkindern die Milchzähne durchbrechen, ist dies häufig mit Schmerzen und Entzündungen verbunden. Dagegen sind Lösungen und Gele mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkstoffen wirksam, z.B. mit:
Ungeeignet sind bei Kindern:
Wenn bei Kindern rezeptfreie Medikamente (z.B. Lösungen mit Kamillenextrakt) gegen Entzündungen der Mundschleimhaut angewendet werden, sollten die betroffenen Stellen nur leicht betupft werden.
Wenn bei Säuglingen und Kleinkindern die Milchzähne durchbrechen, ist dies häufig mit Schmerzen und Entzündungen verbunden. Dagegen sind Lösungen und Gele mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkstoffen wirksam, z.B. mit:
- Kamillenextrakt
- Polidocanol
- Lidokain
Ungeeignet sind bei Kindern:
- Salicylsäurehaltige Präparate (unter 14 Jahren)
- Mittel, die Alkohol enthalten (unter 6 Jahren)
- Medikamente, die Menthol oder Pfefferminzöl enthalten (unter 6 Jahren, da Gefahr von Atemnot)
- Mundspül-Lösungen mit Povidon-Jod, da es über die Schleimhaut in den Blutkreislauf gerät und die Schilddrüsenfunktion stören kann.
Mundgeruch in Schwangerschaft und Stillzeit
Geeignete Wirkstoffe gegen Mundgeruch in Schwangerschaft und Stillzeit
Ungeeignete Wirkstoffe gegen Mundgeruch in Schwangerschaft und Stillzeit
Mundspüllösungen mit Povidon-Jod dürfen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingesetzt werden, da der Wirkstoff über die Schleimhaut in den Blutkreislauf gerät und die Schilddrüsenfunktion des Ungeborenen stören kann. Wurde es versehentlich angewendet, sollte der Frauenarzt darüber informiert werden.
- Lidokain
- Polidocanol
- Chlorhexidin
- Pflanzenextrakte (z.B. Kamille, Salbei, Myrrhe)
Ungeeignete Wirkstoffe gegen Mundgeruch in Schwangerschaft und Stillzeit
- Salicylsäurehaltige Präparate
- Povidon-Jod
Mundspüllösungen mit Povidon-Jod dürfen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingesetzt werden, da der Wirkstoff über die Schleimhaut in den Blutkreislauf gerät und die Schilddrüsenfunktion des Ungeborenen stören kann. Wurde es versehentlich angewendet, sollte der Frauenarzt darüber informiert werden.
Quellen:
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.
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